Niemand bei klarem Verstand würde einen flachen roten Supersportwagen mitten in einen antiken Tempel voller brennender Fackeln verfrachten, aber genau diese schräge Idee macht Temple Racing auf Woko Games überraschend fesselnd.
Direkt im Startmenü wählst du zwischen Easy, Normal oder Hard. Ein höherer Schwierigkeitsgrad lässt den Schlitten nicht nur schneller rasen, sondern schaltet wortwörtlich das Licht aus: Die Szene wechselt von hellem Tageslicht in eine stockfinstere Nacht, in der Hindernisse erst im allerletzten Moment auftauchen. Auf der Piste klebt die Kamera dicht am Heck deines roten Flitzers, während du durch einen engen Steinkorridor bretterst. Die Aufgabe bleibt simpel: Vollgas geben, Holzkisten ausweichen und bloß nicht frontal in die dicken Baumstämme krachen, die mitten auf der Fahrbahn stehen. Die Geschwindigkeitsanzeige klettert auf der Stoßstange in Echtzeit nach oben, während am oberen Rand die Kontrollpunkte mitzählen.
Der größte Frustfaktor ist die extrem schmale Fahrbahn mit ihren hohen Steinwänden direkt an den Reifen. Bei Höchsttempo reicht ein winziger Ruck am Steuer, um die Karosserie an der Mauer zu zerschrammen oder frontal am nächsten Baumstamm zu zerschellen. Auf Hard spitzt sich das extrem zu, da das spärliche Fackellicht kaum etwas verrät und der nächste Stamm erst sichtbar wird, wenn er schon die Windschutzscheibe durchschlägt.
Auf den ersten Blick wirkt alles wie ein kantiger Retro Klassiker, doch hinter dem Steuer schwitzen die Hände in Rekordzeit. Finde heraus, ob du den Nachtlauf überstehst oder deinen Wagen direkt am ersten Hindernis zerlegst.







